Faire Metropolregion unter den Finalisten des Fairtrade Awards

Am 29. Oktober verlieh Fairtrade Deutschland (TransFair e.V.) die Fairtrade Awards an Unternehmen, Organisationen und engagierte Bürgerinnen und Bürger der Zivilgesellschaft. Alle zwei Jahre zeichnet Fairtrade Deutschland besonderes Engagement für den Fairen Handel aus. Die Faire Metropolregion Nürnberg hatte sich in der Kategorie Zivilgesellschaft beworben und war unter die drei Finalisten gekommen. Die für den Abend geplante Auszeichnungszeremonie in Köln musste ausfallen. Die Nachrichten wurden stattdessen per Kurier in Form eines fairen Präsentkorbes überbracht. Gewonnen hat den Award die Faire Kochshow aus Castrop-Rauxel, die auch schon zu Gast in der Metropolregion Nürnberg war, zum Beispiel in Neumarkt i.d.OPf. und Bamberg.

Die VertreterInnen aus Neumarkt, Neuendettelsau und Herzogenaurach, die als kleine Delegation geplant hatten nach Köln zu fahren, freuen sich mit den Gewinnern. Die Nominierung für den Award war bereits eine große Anerkennung für das Engagement in der Region, die sich für die Zukunft noch viel vorgenommen hat. „Ganz konkret steht 2021 unsere Titelerneuerung zur Fairen Metropolregion an. 2017 haben wir den Titel erstmals erhalten, alle zwei Jahre müssen wir nachweisen, dass die Kriterien weiterhin erfüllt sind. Bei dem dynamischen Wachstum der Bewegung bin ich zuversichtlich“, so Ruth Dorner, fachliche Sprecherin der Fairen Metropolregion und Vorsitzende des Eine Welt Laden Neumarkt.

Die Metropolregion Nürnberg wurde 2017 als erste Fairtrade Metropolregion ausgezeichnet. Seither hat sich die Anzahl der Fairtrade Städte, Gemeinden und Landkreise in der Region mehr als verdoppelt, von 32 auf 70. Die Anzahl der Schulen und Hochschulen hat sich verdreifacht, von 27 Schulen auf 89 und von 3 Hochschulen auf 6. Die lokalen Fair Trade-Initiativen werden von Steuerungsgruppen koordiniert. Hier engagieren sich viele Ehrenamtliche aus Weltläden, Vereinen und kirchlichen Organisationen, die sich nicht nur lokal, sondern auch regional für den Fairen Handel stark machen. "In der Metropolregion gibt es Menschen, die sich seit Jahrzehnten für den Fairen Handel einsetzen. Gerade die Kirchengemeinden, denen an einem fairen Austausch mit Partnern in der Einen Welt gelegen ist, sind eine starke Basis. Beziehungen nach Peru und Burkina Faso gehören bei uns zum Beispiel zum täglichen Austausch", sagt Ursula Schmidt, Sprecherin der Fairtrade Steuerungsgruppe Herzogenaurach.

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