Strukturelle Verankerung einer nachhaltigen Beschaffung in Fürth

Vernetzungsimpulse aufgreifen und individuell weiterentwickeln

In der Sitzung vom 06.12.2018 beschoss der Umweltausschuss des Stadtrates der Stadt Fürth die Einführung eines „Fortschrittsberichts Nachhaltige Beschaffung“. Diesem Beschluss vorrausgegangen, war eine Analyse des Ist-Zustandes nachhaltiger Beschaffung bei der Stadt Fürth. Ein Ergebnis dieser Analyse war, dass es keine transparente, verständliche und überschaubare Dokumentation zu nachhaltiger Beschaffung in Fürth gibt.

Es wurden zunächst zehn, von der KPMG auf der bundesweiten Tagung DEUTSCHLAND FAIRGLEICHT vorgestellte, Handlungsfelder aus dem Beschaffungskontext mit Begriffsdefinitionen unterlegt. Diese dienten anschließend als Grundlage, um die strukturelle Verankerung nachhaltiger Beschaffung in Stadt Fürth zu untersuchen und Handlungsempfehlungen für die Kommunalverwaltung abzuleiten. Eine zukünftige Berichterstattung zu den Entwicklungen wird sich ebenfalls an diesen Kategorien ausrichten.

Vortragspräsentation zur bisherigen Arbeit mit dem Strukturierungsmodell

 

 

„Die systematische Analyse hat uns geholfen zielgenau die blinden Flecken und die Herausforderungen vor denen wir stehen zu identifizieren.”

Philipp Abel, Koordinator kommunaler Entwicklungspolitik

Vorgehen

Wir haben zunächst die Kategorien näher definiert und dann daraus einen Fragebogen entwickelt. Diese Fragen wurden dann mit wenigen, ausgewählten ExpertInnen aus der Verwaltung beantwortet und insgesamt ausgewertet. Schließlich wurden aus den Ergebnissen Maßnahmen abgeleitet und diese dem Stadtrat vorgeschlagen, welcher sie angenommen hat. 

 

Erfolgsfaktoren und Herausforderungen bei der Umsetzung

Besonders hilfreich war bei der Umsetzung die Struktur der 10 Kategorien nachhaltiger Beschaffung. Eine Herausforderung war es dennoch das Modell auf Fürth anzupassen, Kategorien und Fragebögen zu entwickeln und diese systematisch auszuwerten, aber der Aufwand war im Vergleich zum Ertrag absolut gerechtfertigt und wird langfristig auch Zeit einsparen.

 

Lernerfahrungen

Die Erfahrung war, dass das Wissen insgesamt in den Kommunen vorhanden ist, auch z. B. dazu, wo noch Verbesserungspotential besteht. Allerdings ist es oft isoliert und/oder wird nicht gehört. Daher ist ein Beteiligungsprozess mit ExpertInnen verschiedener Ämter hilfreich. Der Zeitaufwand ist für die Ämter relativ gering (1-2 Telefonate oder die Beantwortung eines Onlinefragebogens). 

 

 

 

 

Ansprechpartner & Presse

Herr Philipp Abel

Koordination kommunale Entwicklungspolitik Stadt Fürth

Telefon: +49 911 974 1215

philipp.abel@fuerth.de

 

 

 

 

Weitere Informationen

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