Berlin/Nürnberg, 18. Juni 2026 – Die Faire Metropolregion Nürnberg gehörte beim Fairtrade Award 2026 in der Kategorie „Gesellschaftliches Engagement“ zu den drei Finalisten und wird in dieser Kategorie mit dem zweiten Platz ausgezeichnet. Mit der Nominierung würdigt Fairtrade Deutschland das langjährige Engagement der Metropolregion für fairen Handel, nachhaltige Beschaffung und starke Netzwerke.
Als erste Europäische Fairtrade-Metropolregion hat die Metropolregion Nürnberg (EMN) ein einzigartiges Netzwerk für den Fairen Handel aufgebaut, das Kommunen, Zivilgesellschaft, Bildungseinrichtungen und Wirtschaft miteinander verbindet. Ausschlaggebend für die Nominierung waren insbesondere die große Reichweite und die nachhaltige Wirkung dieses Engagements: Knapp 90 Fairtrade-Towns, sieben Fairtrade Universities, über 100 Fairtrade-Schulen sowie zahlreiche weitere Akteurinnen und Akteure setzen sich gemeinsam für globale Gerechtigkeit und nachhaltigen Konsum ein. Ein bundesweites Alleinstellungsmerkmal ist zudem der Pakt für nachhaltige Beschaffung, dem inzwischen 90 Städte, Gemeinden und Landkreise angehören. Hervorgehoben wurde darüber hinaus die kontinuierliche Vernetzungsarbeit der Fairen Metropolregion, die den Austausch fördert, gemeinsame Projekte ermöglicht und den Fairen Handel dauerhaft in der Region verankert.
Bereits die Nominierung für den Fairtrade Award ist eine große Anerkennung für die vielen
Menschen, Kommunen, Weltläden, Schulen, Hochschulen und Initiativen, die sich tagtäglich für
mehr globale Gerechtigkeit einsetzen. Dass die Faire Metropolregion Nürnberg zu den drei
Finalisten zählt, zeigt die Strahlkraft und Wirksamkeit unseres gemeinsamen Engagements“,
erklärt Jürgen Hennemann, politischer Sprecher des Initiativkreises Faire Metropolregion
Nürnberg.
Die Wirkung dieses gemeinsamen Engagements ist in den vergangenen Jahren deutlich
gewachsen. Während sich die Zahl der Fairtrade-Towns in der Metropolregion seit 2017 nahezu
verdreifacht hat, ist auch die die Menge der fair und nachhaltig beschafften Waren in den
Kommunen stark angestiegen: Das Beschaffungsvolumen wuchs von 5,4 Millionen Euro im Jahr
2020 auf rund 35 Millionen Euro im Jahr 2024.
„Die Zahlen zeigen uns, dass sich einiges bewegt – aber entscheidend ist das Netzwerk dahinter.
Wenn Kommunen – wie hier in der Metropolregion Nürnberg – sich auf Augenhöhe austauschen
und gemeinsam Ziele setzen, geht einfach mehr, als wenn jede für sich arbeitet“, ergänzt Peter
Reiß, Ratsvorsitzender der Metropolregion und Oberbürgermeister der Stadt Schwabach
