Kommunen in der Metropolregion Nürnberg kaufen immer nachhaltiger ein: Um rund 15 Millionen Euro ist die Summe für faire Arbeitskleidung, Büro- und Hygieneartikel im Haushaltsjahr 2024 gestiegen. Besonders viel investierten die Städte Coburg, Fürth, Neumarkt i.d.OPf. und die Gemeinde Etzelwang und der Markt Roßtal.
Spezialkleidung für die Feuerwehr, Naturpflastersteine im Straßenbau oder eine nachhaltige Kita in Holzbauweise – die Kommunen in der Metropolregion setzen verstärkt auf nachhaltige und fair gehandelte Produkte. Die Faire Metropolregion Nürnberg hat mittlerweile eine Vorreiterrolle bei öffentlicher Beschaffung auf lokaler Ebene. Große und kleine Kommunen tragen hierbei maßgeblich zu der Erreichung der Nachhaltigkeitsziele bei.
Stetige Steigerung des Volumens in der nachhaltigen und fairen Beschaffung
Mit 35,2 Millionen Euro an Investitionen in nachhaltige Produkte im Haushaltsjahr 2024 ist die Metropolregion Nürnberg ein leuchtendes Beispiel dafür, wie Städte und Gemeinden durch gezielte Investitionen in faire und umweltfreundliche Produkte ihren Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten. Das ist eine Steigerung von mehr als 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Nicht nur die Umwelt, sondern auch die lokale Wirtschaft profitiert von einer nachhaltigen Beschaffung. Besonderen Wert legten die Kommunen auf Reparierbarkeit und Langlebigkeit bei Investitionen in IT-Ausstattung sowie auf Bio-regionaler Verpfle in Schulen und Kindertagesstätten.
Vor mehr als 70 Teilnehmer:innen wurden bei der Fair Trade Werkstatt in Diespeck die herausragenden Leistungen der Kommunen in Sachen fairer und ökologischer Beschaffung gewürdigt:
- Stadt Coburg: Platz 1 in der Gesamtkategorie „Nachhaltigste Beschaffung pro Einwohner:in“.
- Stadt Fürth: Platz 2 in der Gesamtkategorie sowie Platz 1 in der Sonderkategorie „Fair“ für den höchsten Anteil fair gehandelter Produkte.
- Stadt Neumarkt i.d.Opf.: Platz 3 in der Gesamtkategorie „Nachhaltigste Beschaffung pro Einwohner:in“.
- Markt Eckental: Sonderkategorie „Gemeinden“ für die höchste nachhaltige Beschaffung in einer kleinen Kommune.
„Die Kommunen in der Metropolregion Nürnberg haben eindrucksvoll bewiesen, dass nachhaltiger Einkauf in nahezu allen Bereichen möglich ist“, betont Britta Walthelm, Geschäftsführerin des Forum Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung in der Metropolregion Nürnberg.
Pakt für nachhaltige Beschaffung hat nun 90 Mitglieder
Dass die nachhaltige Beschaffung an Bedeutung gewinnt, zeigen die steigenden Mitgliederzahlen im Pakt zur nachhaltigen Beschaffung; sieben weitere Kommunen sind aktuell beigetreten:
- Gemeinde Bubenreuth
- Markt Cadolzburg
- Gemeinde Etzelwang
- Landkreis Forchheim
- Stadt Marktredwitz
- Gemeinde Marloffstein
- Stadt Stein
Damit wächst das Netzwerk auf rund 90 Mitglieder, die sich gemeinsam für nachhaltige öffentliche Beschaffung engagieren. Die 4. Fair Trade Werkstatt der Metropolregion Nürnberg hat einmal mehr verdeutlicht, dass Nachhaltigkeit fest in der öffentlichen Beschaffung verankert ist. Der Austausch zwischen Kommunen, Unternehmen und Zivilgesellschaft bleibt dabei ein zentraler Baustein, um die Ziele der nachhaltigen Entwicklung weiter voranzutreiben.
Mehr Informationen zur Fairen Metropolregion Nürnberg finden Sie unter:
https://faire-metropolregionnuernberg.de/