Nachhaltige Beschaffung

Gemeinsam für eine verantwortungsvolle Kommunalbedarfsdeckung 

Was meint nachhaltige Beschaffung?

Unter nachhaltiger Beschaffung durch öffentliche Auftraggeber versteht man einen Prozess, Produkte und Dienstleistungen zu beschaffen, die von der Herstellung bis zur Entsorgung, unter Berücksichtigung sozialer, ökologischer und ökonomischer Aspekte, geringere Folgen für die Umwelt haben, als vergleichbare Produkte und Dienstleistungen.

(Quelle: KNB - Kompetenzstelle  für nachhaltige Beschaffung)

Warum kommunal nachhaltige Beschaffung?

In Behörden und Verwaltungen, den kommunalen Eigenbetrieben oder auf indirektem Wege über Sachaufwandsträgerschaften ergibt sich für die öffentliche Hand eine Vielzahl an Bedarfen, die über entsprechende Beschaffungen gedeckt werden müssen. Aus verschiedenen Analysen zur Höhe der Beschaffungen ergeben sich Zahlen zwischen 300 und 350 Milliarden Euro für die öffentlichen Auftraggeber bundesweit - rund die Hälfte allein für die Kommunen.


Dabei sieht sich die öffentliche Beschaffung nicht nur in der Pflicht sparsam und transparent mit den Steuereinnahmen ihrer Bürger umzugehen, sondern hat angesichts globaler Produktions- und Herstellungsprozesse auch wichtigen Einfluss auf weltweite Arbeitsschutz- und Menschenrechtsbedingungen sowie die Einhaltung von Umweltschutzmaßnahmen in der Auswahl der Bedarfsprodukte und -dienstleistungen.


Die bewusste Entscheidung ökologische und soziale Kriterien bei der kommunalen Beschaffung anzulegen, bedeutet den Anbietern einen deutlichen Anreiz in Richtung zukunftsfähiger Wirtschaftsweise zu geben sowie den eigenen Bürgerinnen und Bürgern mit gutem Beispiel in Sachen nachhaltiger Lebensweise voranzugehen.

 

Faire Beschaffung in der Metropolregion Nürnberg - Status Quo

Wie nachhaltig beschaffen die Kommunen in der Fairen Metropolregion?
Welche Beschaffungen stehen in Zukunft an?
Und wie bekannt sind eigentlich die Nachhaltigen Entwicklungsziele?

Wir haben alle Kommunen angefragt, an einer metropolregionsweiten Umfrage teilzunehmen und spannende Ergebnisse erhalten.

In Kürze sind hier dann die aufgearbeiteten Ergebnisse zu finden

Wie nachhaltige Beschaffung einbinden?

 

 

Rechtliche Rahmenbedingungen für die nachhaltige Beschaffung nutzen

Während in der Vergangenheit der Fokus auf einer möglichst preisgünstigen Beschaffung öffentlicher Güter lag, ist mit den Novellierungen der EU- und den bundesdeutschen Vergabegesetzen in den letzten Jahren ein Paradigmenwechsel eingetreten. Inzwischen ist das beste Preis-Leistungsverhätnis als Entscheidungskriterium in der öffentlichen Beschaffung angelegt.

Grundsätzlich können damit sowohl bei Direktvergaben, Verhandlungsvergaben und nationalen wie EU-weiten Auschreibungen öko-soziale Kriterien berücksichtig werden. Es ist inzwischen möglich in jedem Schritt des Beschaffungsprozesses – von der Bedarfsfeststellung bis zum Produkterhalt - ökologische und soziale Gesichtspunkte heranzuziehen.

Wo finde ich mehr?

Kompass Nachhalitgkeit


Der Kompass Nachhaltigkeit ist ein gemeinsames Projekt der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt(SKEW). Das Webportal bietet umfangreiche Informationen zur nachhaltigen öffentlichen Beschaffung. Es hilft bei der Identifizierung passender Standards und dem Vergleich von Siegeln in verschiedenen Produktbereichen. Die Seite wird stetig um Praxisbeispiele, Anbieter und neue Inhalte erweitert.
 

Kompetenzstelle für nachhaltige Beschaffung


Die Kompetenzstelle für nachhaltige Beschaffung ist die zentrale Beratungs- und Informationsstelle auf Bundesebene. Sie unterstützt alle Beschaffenden, auch auf Länder und kommunaler Ebene. Hier fi nden Sie Informationen zu den neusten gesetzlichen Entwicklungen auch beispielhafte Ausschreibungsunterlagen, Angebote für Schulungen und länderspezifische Regelungen, Leitfäden und Praxisbeispiele.